IM LICHTE DER FREIHEIT
PSYCHOTHERAPIE ANTHROPOSOPHIE TRANSZENDENTALE MEDITATION
Vom Ich ins Licht - verwandelt sehn
Ganzleinen, 296 Seiten, 18 Euro
An der Satsangkasse 10 Euro
ZUSAMMENFASSUNG
Wir wollen genau beobachten, wie sich das Bewußtsein mit all diesen Vorstellungen und Trugbildern identifiziert. So soll sich das Ich aus den Schleiern der Illusion lösen, um sich in uns aufzulösen als eine riesengroße Seifenblase. Was diese Worte nicht vollbringen können, sollen die Methoden der Meditation, der Kontemplation bewirken.
Exemplarisch werden dabei zwei Verfahren einander gegenübergestellt. So erhellt sich das Wesen der Ideenkontemplation, welche eine anthroposophische Übung ist. Hier müssen wir unsere Willenskräfte aktiv bemühen, während wir uns auf ein Gedankenbild konzentrieren. Alsdann enthüllt sich uns die Natur der Transzendentalen Meditation, bei der wir unsere Aufmerksamkeit auf einen Mantraklang richten. Das geschieht ganz spontan und einfach, ohne daß wir uns in irgendeiner Weise zu konzentrieren suchen.
So unterschiedlich nun auch die zwei Geistespfade sein mögen, sie können uns doch in den gleichen seligen Zustand geleiten. Während der eine gezielt voranschreitet, mag der andere verspielt dahingleiten; zum Schluß werden sie sich einen jenseits vom Ziel, jenseits vom Spiel.
In diesem Licht wollen wir alsdann die Methoden der Psychotherapie betrachten. So stellt sich eine verstandesmäßig orientierte Psychoanalyse einer Primärtherapie gegenüber, bei der wir direkt in unsere verdrängten Gefühle hinabsteigen, ohne also den sezierenden Verstand einzuschalten.
Dabei kommt der Autor zu dem Ergebnis, daß diese Verfahren nur einen begrenzten Wert haben können, da sie auf der Illusion des Ichs aufbauen. Das gilt namentlich für die Psychoanalyse, die uns immer wieder in die Fesseln verstrickt, die sie doch zu lösen verspricht.
Noch deutlicher tritt nun diese Widersprüchlichkeit in der anthroposophischen Geistesströmung zutage, welche die GROSSE ILLUSION zu der unverbrüchlichen Grundlage ihrer Lehre gemacht hat.
Auch befinden sich Freud und Steiner in einem gleichen Irrtum, was die östliche Weisheitslehre angeht, welche alle gedanklichen Grenzen übersteigt. Dabei verkehren sie beide den höchsten in den niedrigsten Zustand des Menschen, indem sie das buddhistische Nirwana, die Erfahrung des Höheren Selbst, mit einer Regression in ein frühkindliches Bewußtsein gleichsetzen.
So sucht der Autor zu zeigen, daß die Angriffe der anthroposophischen Bewegung gegen die Transzendentale Meditation, die zu einer Auflösung des Ichs führt, in die Irre gehen, ja teilweise grotesk anmuten.
Bei alledem sollte die Bedeutung, die Rudolf Steiner für seine Zeit hatte, nicht in Abrede gestellt werden. Die rastlose Schöpferkraft dieses Mannes vermochte ihre Früchte zu tragen, immer dort, wo er seine Hand hinlegte.
Die kulturellen Impulse, die von seinem Werk ausgingen, sind jedoch nicht Gegenstand des Buches. Betrachtet wurde die anthroposophische Bewegung und auch die Psychotherapie aus einer bestimmten Sicht. Das ist das Selbst oder das Licht, das sich in der Mantrameditation und auch der Ideenkontemplation auftut.
Dabei sind eine Reihe persönlicher Eindrücke des Autors in die Ausführungen eingegangen. Doch finden auch sie sich "IM LICHTE DER FREIHEIT" erhellt, in dem Strom des Denkens, der sich in uns erfüllt. So mündet die Darstellung in die überpersönliche Erfahrung ein, die uns alle eint. Das ist das Selbst, das in sich selber weilt und schweigt.