VOM SCHATTEN IN DAS LICHT

 

 

Durch Schatten wandelnd gehn

Vom Ich ins Licht - verwandelt sehn

 

Ganzleinen, 336 Seiten, 18 Euro

An der Satsangkasse 10 Euro

 

ZUSAMMENFASSUNG

 

Wir wollen, Schritt für Schritt, aus dem Reich der Gedankenschatten gehen, bis wir in dem wesenlosen Lichte stehen. Da hat sich das Bewußtsein über die trügerische Welt der Vorstellungen erhoben, um in Stille, in Frieden zu wesen. So kann es sich selber, das heißt, sein eigenes Selbst erfahren, während die Welt ein wahres Antlitz zeigt, in kraftvoller Schönheit und Stärke.

 

So beginnen wir, während wir uns aus dem Reich der Gedanken lösen, diese gleichsam von außen zu betrachten. Da sehen wir, wie sich diese immer in dem Kreis bewegen, den wir selber zeichneten.

 

Dabei soll uns die moderne Physik zeigen, wie sich unsere begrifflichen Strukturen in sich selber auflösen, wenn wir sie auf eine subatomare Welt anwenden. Was in dem Reich der Kleinstteilchen zerstörbar ist, ist auch unzerstörbar, was beweglich ist, ist auch unbeweglich, und was existiert, existiert doch nicht.

 

Andere lichte Einsichten tun sich auf, während wir uns erst der Heisenbergschen Unschärfetheorie, dann der Relativitätstheorie zuwenden, um die Dimension der Zeit in unsere Betrachtungen aufzunehmen.

 

Doch sollen die Erkenntnisse, zu denen wir gelangen, niemals Selbstzweck sein. Wir wollen sie nutzen, um die innere Verwandlung zu vollbringen. Deshalb machen wir sie zum Gegenstand unserer Kontemplationen, während eine vertraute Sicht der Welt zu wanken und zu schwanken beginnt. So gerät unser Bewußtsein in Fluß.

 

Doch ist das nicht das Ende unserer Reise. Das Höhere Selbst nämlich hat nichts mit unseren vierdimensionalen Raum-Zeitbetrachtungen zu tun. Das ist, so werden wir sehen, der große Irrtum Fritjof Capras. Er verkennt, daß das Tao, von dem er spricht, sich über all unsere Vorstellungen erhebt. Es ist jenseits von einer jeden Betrachtung der Welt.

 

So mag man stets neue Dimensionen ersinnen, eine 20., eine 30. Dimension entdecken, in die sich die Symbole einer neuen Generation intellektueller Riesen zeichnen. Doch betrachten auch sie die Welt aus einer bestimmten Sicht, und das ist nicht das Selbst oder das Licht, aus dem alles entsteht, während alles in ihm vergeht, und nichts mehr bleibt, kein Raum und keine Zeit.

 

So lösen wir uns aus den illusionären Banden der Welt, während wir in einen antidimensionalen Zustand eintreten. Dafür aber müssen wir uns von all diesen Vorstellungen und Konzepten befreien.

 

Natürlich kann das nur allmählich geschehen.

 

Auch sind da diese Gedankenbilder, mit denen wir uns so sehr identifiziert haben, daß sie uns wie eine zweite Natur anhaften. So kommt es zu dem Ichbewußtsein, das sich, einer steilen Klippe gleich, in den Strom des Lebens stellt.

 

Eigentlich will dieser nur frei aus der eigenen Quelle fließen, um sich in das ewige Meer zu ergießen. Doch nun findet er sich an der steinernen Wand gebrochen, um sich in eine fremde Richtung weiterzuzwängen.

 

Deshalb sucht die Schrift, Schritt für Schritt, den Vorgang transparent zu machen, über den sich das Ich in die Seele stellt. So beginnt die Illusion dahinzuschwinden, während sich all unsere Selbstbilder entwinden.

 

So magst Du nun wahrhaft erkennen, erfühlen, wie Dir das Ich immerfort zu leben verwehrt, wie es Dein ewiges Antlitz zu einer häßlichen Fratze verzerrt; denn Du bist nicht dieser oder jener Mensch. Das heißt ganz einfach: DU BIST.

 

Das aber ist die Erfahrung des Selbst, das sich über die Welt der Zwänge und Ängste erhoben hat, mit leisem Flügelschlag. So sind wir zu Zuschauern geworden, in dem gewaltigen Schauspiel des Lebens, das über die Leinwand des Bewußtseins rollt, endlos kreisend.

 

Doch auch wir spielen eine Rolle in dem großen Erdendrama, und wir spielen sie so leicht und unbeschwert; denn wir wissen, bald senkt sich der Vorhang über diese Lebensbühne, und wir kehren zurück in die Welt, aus der wir kamen.

 

 

 

zurück zu Leseproben

 

Impressum          Haftungsausschluss