Wandelstufen des Bewußtseins

 

 

 

Ganzleinen, 398 S, 18 Euro

An der Satsangkasse 10 Euro

 

ZUSAMMENFASSUNG

 

Die Schrift wendet sich zunächst den Erscheinungen der Welt zu, die uns immer subtilere Ebenen der Schöpfung enthüllen sollen, während wir der Erfahrung Gottes entgegenwandern. So sehen wir, daß wir nicht nur einen physischen Leib haben. Wir besitzen weitere feinstoffliche Körper, in die sich unsere physische Gestalt verwoben findet.

 

So will die Schrift die Natur des Astralleibes veranschaulichen, über den sich unsere Empfindungen ausleben. Weiter betrachten wir den Kausalleib, in den sich das vergangene und zukünftige Zeitgeschehen eingezeichnet findet, ferner den Mentalleib, der aus dem gleichen Stoff wie unsere Gedanken gewoben ist. Alsdann soll das Wesen des Ätherleibes lebendig werden, der den physischen Körper mit Lebenskraft speist.

 

Unsere Leiber finden ihre Entsprechung in den feinstofflichen Ebenen der Schöpfung, die sich nun für den Leser erhellen. Doch wollen wir uns nicht in den verlockenden Erscheinungen der Astral- und Kausalwelt, in den reizvollen Bildern des Mental- und Ätherreiches verlieren. Uns geht es um die Erfahrung der Seele, die alle Schöpfungswelten übersteigt, während sie sich liebend neigt, in ihr unergründliches Reich.

 

Dabei ist dies eine ganz praktische Angelegenheit. Wir wollen uns der Seele bewußt werden, um diese Hülle aus Lehm zu verlassen, und das ist nicht in einem übertragenen Sinne gemeint. Wenn es der Seele nämlich gelingt, sich über die Grenzen der leiblichen Gestalt zu weiten, um, sagen wir, über die Fifth Avenue von New York zu schweifen, dann vermag sie dort all die Erfahrungen zu machen, die sonst nur den physischen Sinnen zugänglich sind.

 

Dabei werden wir zum Seelenreisen zunächst im Wachbewußtsein, dann im Traumzustand ansetzen, weil sich hier der Reise weniger Hindernisse in den Weg stellen. Doch wir werden sehen, die Sache ist nicht ungefährlich. Da sind viele Untiefen, in welche die Seele geraten kann, während sie durch diese und die anderen Welten strömt.

 

So wollen wir uns dem Schutz des Meisters anvertrauen, der in seiner Lichtgestalt naht, um uns in die reinen Gottwelten zu geleiten. So kann es geschehen, daß die Seele in ihn überfließt, "während sie tiefer in sich sinkt, von den Gottwelten trinkt. Daraus klingt eine andere Stimme und Melodie. Nur ein dünnes Band, das bleibt, der leise Ruf, der sie zurück in den Körper zieht, der wartet; als aus der seelenhellen Nacht sich Augen öffnen, wie zurückgebracht, am Erdenufer, ausgesetzt im Dunkel, geht sie wankend, trunken, so wohl und weh, weil sie nicht vergißt".

 

Worte sind das, mit denen die Schrift die innere Erfahrung zu erhellen sucht, in der Licht und Dunkelheit oft schnell aufeinanderfolgen. Doch immer breitet der Meister seine Liebesstrahle aus, während er die Seele schwebend hält, über den Abgründen der Welt.

 

Ein anderer geistiger Weg, den wir betrachten wollen, will die Kundalini erwecken. So beginnt diese über die feinstofflichen Energiezentren aufzusteigen, um sich schließlich in dem Bewußtsein der göttlichen Einheit zu erfüllen. Es handelt sich hier um eine sehr direkte Methode der Selbstverwirklichung. Dabei ist dieses Verfahren, wie wir sehen werden, nicht ungefährlich.

 

Wenn die niederen Chakras, die Sitz unserer Begierden und Aggressionen sind, nicht geläutert sind, können wir die Kräfte oder Mächte, welche uns aus den höheren Bewußtseinszentren zufließen, mißbrauchen. So ist es auch hier gut, wenn wir uns dem Schutz des Meisters anvertrauen, der den Zufluß der seelischen Energien dosiert und lenkt. Dabei ist der Guru gekommen, um uns von allem zu befreien, auch noch von Ihm.

 

Alsdann wollen wir einen Blick auf weitere spirituelle Übungswege werfen. Beschränken wollte sich der Autor dabei auf die geistigen Pfade, auf denen er selber vorangeschritten ist, so daß auch diese Ausführungen aus der inneren Erfahrung schöpfen.

 

Darüberhinaus gibt es eine Vielfalt meditativer Methoden, die sich in einer umfangreichen Literatur beschrieben finden. Dabei ist ein jedes Verfahren von Wert, das dem Übenden hilft, in einen gedankenfreien Zustand einzutreten.

 

Zieht doch im gewöhnlichen Bewußtsein eine ständige Bewegung von Gedanken durch die Seele, um uns in ihre Grenzen und Mauern einzufangen. In der Meditation aber übersteigen wir die Begrenzungen des Verstandes, um in die selige Freiheit, in das reine Sein einzukehren.

 

Doch das Problem ist vor allem dies: Der beseelte Zustand malt sich zunächst nur mit blaßfeinen Zeichen in das Bewußtsein. So schwindet er nach der Meditation schnell wieder dahin, während wir erneut zwischen die Mauern des Verstandes geraten.

 

Dabei bestehen diese Begrenzungen nur in unserer Vorstellung. Doch wissen wir das zunächst nicht, so daß wir sie mit der Wirklichkeit des Lebens verwechseln. Deshalb will die Schrift, Stück für Stück, die trügerischen Schranken abbauen, die uns die Gedanken vor die Seele zaubern. So mag der falsche Schein dahinschwinden, während wir uns auf das reine Sein besinnen, aus dem heraus wir alles Leben betrachten.

 

So sind wir in die geistige Freiheit aufgestiegen, um in die Enge der Gedanken hinabzublicken. Da schauen wir zu, wie unsere Denker versuchen, das Wesen aller Dinge zu ergründen, wie sie sich stets im Kreise winden, während sie immer das an Begrifflichkeit aus der Welt herausholen, was andere zuvor in diese hineingetan haben. So versteckt der eine seine Ostereier hinter einem Busch, während der andere meint, daß er eine großartige Entdeckung gemacht hat, wenn er diese wiederfindet.

 

Oder sie suchen die wahre Natur des Menschen zu erfassen, suchen die seelische Freiheit zu erhaschen, indem sie mit tausend Begriffen nach ihr greifen. Andere wollen das ewige Sein mit ihren Benennungen belegen, indem sie von einem allwissenden, alliebenden Gott reden.

 

Doch wir werden sehen, all das sind nichts als Projektionen des menschlichen Verstandes, der sich gespiegelt sieht, durch eine Verzerrlinse millionenfach vergrößert.

 

So mögen wir auch erkennen, daß es keinen allmächtigen Gott gibt, der diese Welt erschaffen hat. Nur wir haben diese Begriffe und Namen erschaffen, dieses ganze Wortereich, den Schleiern gleich, die sich immer neu auf das namenlose Wesen legen.

 

So wollen wir die Schleier, Schicht für Schicht, entweben, um zu sein, nur zu sein, während wir das ewige Wesen in uns  befreien.

 

 

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